Möhrenwein

Tisch- oder Dessertwein

Ansatzmenge: 10 l
Ansatzart: Maischegärung
Weinart: Gemüsewein
Hefe: Sherry, Burgunder, Portwein (Dessertwein)
Bordeaux, Liebfraumilch (Tischwein)
optimaler Säuregehalt: 5,5-7 g/l
Zutaten: 6 kg Möhren
Zucker nach Bedarf (Gärstart: 2 kg)
4 g Hefenährsalz
Saft von 6 Orangen und 4 Zitronen
10 ml Eichenextrakt, eventuell mehr
1 g Tannin
Milchsäure und Citrat nach Bedarf (Gärstart: 10 g Säure)
Kaliumpyrosulfit
Vitamin C
destilliertes Wasser
Schönung: keine Erfahrungswerte
Filtration: Filtration mit Filterschichten mittel und danach EK

Einen Möhrenwein kann sich kaum jemand geschmacklich vorstellen. Dieser Wein bekommt weder den typischen Geschmack noch die typische Farbe einer Möhre. Am ehesten ist er zu vergleichen mit einem gehaltvollen Weißwein. Hier lohnt auch der Einsatz von Eichenextrakt, das dem Wein einen leichten Barrique-Charakter gibt. Je nach Geschmack kann von dem Extrakt auch mehr eingesetzt werden als im Rezept angegeben.

Die Möhren werden zunächst geschält und geraspelt, anschließend gibt man sie in etwa 7 l  destilliertem Wasser. Die Mischung wird in einem Topf aufgekocht, anschließend lässt man den Ansatz etwa 40 Minuten lang auf niedriger Flamme köcheln. Nun gibt man den das Möhren-Wassergemisch in einen Ballon. Dazu kommen nun die frisch gepressten Säfte aus den Orangen und Zitronen, 10 g Säure (Citrat oder Milchsäure), das Hefenährsalz, der Zucker und das Tannin. Ist das Gemisch abgekühlt, kann die Gärung durch Zugabe der Hefe gestartet werden.

Nach einer Woche heftiger Gärung werden die Möhren abgepresst. Der Ansatz wird auf das Endvolumen mit destilliertem Wasser eingestellt. Kontrollieren Sie den Säuregehalt und ergänzen Sie die Säure gegebenenfalls. Von nun an täglich gut schütteln. Wenn die Gärintensität nachläst, in regelmäßigen Abständen den Alkoholgehalt messen und nachzuckern bis zum Endpunkt der Gärung. Ist dieser erreicht, Restsüße einstellen und mit 2 g Pyrosulfit schwefeln und von nun an möglichst kühl und ruhig lagern. Nach spätestens zwei Wochen muss der Wein vom Bodensatz abgezogen werden in einen neuen Ballon. Nun weiterhin kühl lagern und die Selbstklärung abwarten, alternativ kann der Wein gefiltert werden. Vor der Flaschenabfüllung nochmals mit 1 g Pyrosulfit schwefeln und mit 1 g Vitamin C versetzen.

Dieser Wein ist hat ein relativ feines Aroma. Je mehr Tannin und Eichenextrakt verwendet wurden, desto eher lohnt sich eine lange Lagerung.

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© Dr. Andreas Kranz 2007
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