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Fassen wir die Inhalte der beiden vorigen Kapitel zu einer einfachen Anleitung zusammen:

  • Es wird ausschließlich "gesundes" Lesegut verwendet. Schimmelige und faulige Äpfel haben im Most nichts zu suchen.
  • Die Äpfel werden gründlich gewaschen, gut abtropfen lassen.
  • Die Äpfel werden mit Hilfe einer Obstmühle eingemaischt.
  • Optional: Zugabe von Antigel (rund 15 ml auf 10 kg Äpfel), das Enzym wird gründlich untergemischt, Maische in ein geeignetes Gefäß füllen abdecken zur Reduktion des Sauerstoffeintrags. Dies erfolgt am Besten mit Haushaltsfolie, die direkt auf die Maische gelegt wird.
  • Die Maische drei bis vier Stunden bei mindestens 20°C ruhen lassen. Die optionale Schwefelung des Süßmosts (siehe übernächster Arbeitsschritt) kann alternativ zusammen mit der Zugabe des Antigels erfolgen.
  • Abpressen der Maische mittels einer Weinpresse
  • Optional: Leichte Schwefelung des Süßmosts (Zugabe von 0,2 bis 0,4 g Kaliumpyrosulfit.
  • Optional: Überstand zwei bis vier Stunden klären lassen.
  • Überführung des Süßmosts in ein geeignetes Gärgefäß, dieser sollte zu etwa 9/10 befüllt werden.
  • Optional: Messung des Säuregehalts, Ergänzung des Säuregehalts auf mindestens 8 g/l (zum Beispiel mit Milchsäure, 1,25 ml 80%ige Milchsäure erhöhen den Säuregehalt von einem Liter Most um 1 g).
  • Optional: Bestimmung des Mostgewichts, Ergänzung des Zuckergehalts bis ein Mostgewicht von mindestens 50°Oe erreicht ist (2,6 g Zucker erhöhen das Mostgewicht von einem Liter Most um 1°Oe).
  • Optional: Zugabe von Hefenährsalz (4 g auf 10 Liter).
  • Start der Gärung durch Zugabe von Reinzuchthefe (Trockenhefe oder ein aktiver Gärstarter aus Flüssighefe).
  • Vergärung des Süßmosts bei unter 20°C bis keine Restsüße mehr vorhanden ist und die CO2-Produktion endet.
  • Optional: Schwefelung und rascher Abzug vom Hefebodensatz.
  • Lagerung des Mosts auf dem Hefebodensatz, der Abzug vom Bodensatz erfolgt erst nach einigen Wochen bis wenigen  Monaten. Eine niedrige Lagertemperatur ist notwendig, Kontrolle des Gesamtsäuregehalts ist sinnvoll.
  • Lagerung des fertigen Mosts bei niedriger Temperatur (optimal unter 10°C) in möglichst spundvollen Gefäßen.

Dieser Leitfaden berücksichtigt nicht den Zusatz anderer Früchte.


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© Dr. Andreas Kranz 2008